Christa Schechtl's
"Der Schrei" 3

Eine Idylle! Ganz entspannt bei 35 Grad im Schatten. In unserem Tierheim haben die Hunde jetzt ein Zuhause.

Doch dazu habe ich nicht mehr die Kraft und vor allem kein Geld. Zur Zeit baue ich ein Welpenhäuschen für die vielen Welpen, die wir überwiegend ohne Mama bekommen. Und der Winter ist sehr, sehr hart. Allein die Unterhaltskosten für dieses Tierheim sind enorm. Für die Tiere in diesem Land ist es der einzige Zufluchtsort, wo sie umsorgt, versorgt und liebevoll behandelt werden. Von der Regierung bekomme ich keinerlei Unterstützung. Selbst den Müllcontainer vor unserem Haus musste ich bezahlen.

Hunde werden nicht mehr erschlagen

Damit die Tiere nicht Dauergast bei uns bleiben, habe ich eine bereits gut funktionierende Vermittlung mit Vor- und Nachkontrolle und Vertrag aufgebaut. Jedes Tier, das unser Tierheim verlässt, wird kastriert und bekommt ein erkennbares Halsband. Hunde, die stark genug sind und von der Bevölkerung akzeptiert werden, kommen kastriert wieder zu ihrem angestammten Platz. Mit Stadtdirektor Tudor Maniv habe ich einen Vertrag ausgehandelt, dass alle offiziell eingefangenen Hunde (wir fangen auch, aber weit humaner) direkt zu uns ins Tierheim kommen. Aber leider klappt das nicht immer, so dass wir regelmäßig ins Todeslager fahre müssen, um von dort Hunde herauszuholen.

Der Tierschutz steckt in diesem Land noch in den Kinderschuhen. Doch meine ständige Präsenz vor Ort hat die Politiker überzeugt, dass Töten nicht die Lösung der Straßenhunde-Problematik ist, sondern nur die Kastration. Mein nächstes Ziel ist das Tierschutzgesetz. Diesbezügliche Verhandlungen werden mit meiner Dolmetscherin und Stellvertreterin Aliona bereits geführt. Noch vor zwei Jahren war ich glücklich, nicht öfter mit Steinen beworfen zu werden. Im Winter 2006, hat sich das Bewusstsein der Bevölkerung für die Tiere schon ein wenig gewandelt. Ich appelliere im Fernsehen und Radio, auf Kettenhaltung zu verzichten, biete meine Hilfe an.

Eine der zauberhaften Außenanlagen für Welpen und Neuzugänge.

Liliana näht die Erkennungshalsbänder für jedes von uns kastrierte Tier. Foto u.: So sehen die grün-gelben Halsbänder aus.

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