Christa Schechtl's
"Der Schrei" 3

Oktober 2006: Nach einem Monat hat sich Claires Gesundheitszustand und ihre Psyche sehr verändert. Hier schmiegt sie sich an Tierpflegerin Valentina.

Dann passierte auch noch etwas Schreckliches: Babykätzchen "Mittwoch", die ich mit nach Deutschland nehmen wollte, muss Claire wohl zu nahe gekommen sein oder sie wollte spielen. Auf jeden Fall hat Claire Mittwoch zu Tode gebissen. Tatjana bat mich, die Einwilligung zur Euthanasie zu geben. Claire würde nie mehr ein glücklicher, lebensfroher Hund werden. Dazu hätte sie zu viel Leid und Schmerz in so jungen Wochen erfahren. Schweren Herzens gab ich Tatjana meine Einwilligung. Claire wurde in meinen Armen, eng an mich geschmiegt, eingeschläfert. Ich hoffe, dass Claire im Hundehimmel nun ihren Frieden gefunden hat und ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Kurz danach habe ich mich mit Umweltminister Constantin Mihailescu getroffen. Ich erzählte ihm von Claire.

Er schien sehr betroffen und machte mir den Vorschlag, bei meinem nächsten Besuch Schulen zu besuchen - mit Fotos von Claire. Er würde alles organisieren, damit ich Zugang dazu bekäme. Er war so ergriffen und bewegt, dass er mich bestärkte, der Sache nach zugehen, die Eltern, die Polizei zu verständigen. "Doch", so gab er mir zu bedenken, "sie müssen das soziale Umfeld berücksichtigen, in dem die Kinder aufwachsen und was für Brutalitäten sie täglich miterleben müssen." Claires Tod soll nicht sinnlos gewesen sein. Ihr Martyrium soll in Moldawien zum Mahnmal jeder Art von Tierquälerei werden. Claire, wir werden Dich sühnen - auf friedliche Art und Weise!

Claire zwei Tage nach ihrer Ankunft bei uns im Tierheim. Sobald sie sich auf dem Arm sicher fühlt, will sie dort auch bleiben.

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