Christa Schechtl's
"Der Schrei" 3

In dieser aufgeheizten, unsicheren Situation - ohne Leitung, ohne Sponsoring, ohne Versorgung der Tiere - war von der Gemeinde schnell eine Entscheidung getroffen: Das Tierheim wird abgerissen, "weil illegal gebaut" und die Tiere werden verteilt. Was immer das heißen mag. Unbeirrt kämpfe ich weiter. Nun klinkte ich mich wieder ein und handelte. Buchstäblich in letzter Minute. Zusammen mit Gabriele Reuter, einer Münchner Geschäftsfrau, flog ich am 30. Juli 2006 nach Foca.

Ich sah einen absoluten Albtraum: Die ehemals blitzsaubere Anlage und der OP-Raum eine einzige Kloake. Räudekranke Hunde inmitten gesund aussehender Tiere. Die Denkweise der Gemeinde Foca war schlicht. Nachdem es keinen Sponsor mehr gab und sich niemand um das Tierheim kümmerte, wird es abgerissen. Lohnt sich also nicht mehr, irgend etwas zu investieren. Weder an den Tieren, noch an Bauten.

Mit viel Liebe pflanzte ich Blumen und Sträucher, die mit viel Rohheit verdorrten und kaputtgemacht wurden.

Im Moment die einzigen guten Geister, die im Tierheim arbeiten: Mutter und Tochter beim Aussortieren des Futters für die Tiere.

Zwischendurch drehte der Bürgermeister bei 40 Grad auch noch den Wasserhahn zu. Gabriele Reuter und ich sprachen beim Umweltamt vor. Ein immens wichtiges Gespräch, das wahrscheinlich der Durchbruch war und das Überleben des Tierheimes mit ihren Tieren bedeutete. Die Abrisspläne waren vom Tisch. Ein Lichtblick mit einer neuen Leitung! Denn unter der Leitung und Verantwortung der angesehenen Tierärztin Olcay Velioglo soll das Tierheim geführt werden.

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