Christa Schechtl's
"Der Schrei" 3

Die Telefone und Faxe glühten.

Positive Wende nach einem Schock

Und irgendwann beruhigte und normalisierte sich die Situation. Sie wurde zwar nicht kuschelweich, aber akzeptabel. Von nun an konnte ich in Ruhe arbeiten, weiter im Tierheim bauen und meine Mitarbeiter wurden nicht nur in Ruhe gelassen, sie wurden auch noch zaghaft unterstützt. Doch diese Erfahrungen haben mich gelehrt: In diesen Ländern muss man unabhängig von Behörden und Ämtern sein. Ich sparte eisern und kaufte schließlich ein 10.000 qm großes Grundstück in einer wunderbaren Natur mit gesunder Luft im Dorf Tscherno More, etwa 20 km von Burgas entfernt. Ein Anfang war gemacht! Der großartige Dorfbürgermeister Nikolai Georgiev will mir jede erdenkliche Hilfe zukommen lassen, ebenso die Schüler der großen Schule, die bereits sehnsüchtig auf das Tierheim warten. Für die Mädchen und Buben dieser Schule habe ich ein Preisausschreiben "Wie stellt ihr euch einen glücklichen Hund vor?" organisiert. Mehr als 100 Schüler beteiligten sich daran und malten, zeichneten, bastelten, strickten und häkelten wunderbare, kluge Motive.

Hier soll im Dorf Tscherno More das erste, artgerechte Tierheim der ganzen Region entstehen. Mit Begeisterung dabei: Bürgermeister Nikolai Georgiev.

Für die Kinder brachte ich schöne Geschenke aus Deutschland mit. Und noch einen großen Wunsch der Buben konnte ich erfüllen: einen Fußball vom FC Bayern. Handsigniert von den Spielern. Mit dem wird natürlich nicht gekickt, sondern der steht jetzt in einer Vitrine.

Kinder freuen sich auf "ihr" Tierheim

Die Kinder warten sehnsüchtig auf "ihr" Tierheim, um die Hunde und Katzen (auch die will ich im neuen Tierheim haben) streicheln oder mit ihnen Gassi gehen zu können. Was für ein Fortschritt in diesem Land, in dem noch bis Dezember 2005 die Straßenhunde in Todeslagern (vor allem in Sofia) ermordet wurden. Mich motiviert das ungemein. Ich könnte mit dem Bau des Tierheimes sofort beginnen. Die Genehmigungen sind perfekt. Pro Animale-Architekt Hans von Brandt würde mir dabei helfen.

Aber ich habe kein Geld mehr. Alles, was ich hatte, auch mein privates Geld, steckt nun in Moldawien. Dort musste es sehr schnell gehen, bevor sie dort mit dem Morden weitergemacht hätten.

2007 soll für die notleidenden Tiere ein Glücksjahr sein

Mein großer Wunsch wäre nun, im Frühjahr 2007 mit dem Bau des Tierheims beginnen zu können. Die Tiere sollen endlich Erde unter ihren Pfoten spüren, im Rudel toben und spielen können. Ich bitte Sie liebe Leser, helfen Sie mit, dass in diesem wunderbaren Dorf das erste, artgerechte Tierheim der ganzen Region entsteht. Mit Aufklärungsseminaren und Schulungen, die der fabelhafte Tierarzt Dr. Vasil Perindibazo führen würde.

Meine Mitarbeiterinnen im Tierheim, Sina und Denka, gehen zwar regelmäßig mit den Hunden Gassi damit ihre Schützlinge ein bisschen Freiheit schnuppern können, aber so stelle ich mir die Zukunft meiner Tiere nicht vor. Ich hätte so viele Pläne für die armen Hunde, um ihnen das Leben zu erleichtern, doch das schaffe ich nur mit Ihnen und Ihrer Hilfe.

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